Claudia Roth in Achim

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen informierte sich auf dem Buchenhof in Achim-Bollen über das Modellprojekt Weserland

Auf ihrer Wahlkampftour machte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Roth am 15. August Station auf dem Buchenhof in Achim-Bollen, wo sie überraschend auf ihre Parteikollegin Marie-Luise Beck traf. Die Bremer Grünenpolitikerin hat auf eben jenem Hof ihre Pferde untergestellt und sich kurzerhand entschlossen, ihnen einen kleinen Besuch abzustatten, als sie von dem prominenten Besuch hörte. Der Anlass für Claudia Roths Besuch war jedoch ein anderer: Der Buchenhof gehört zum Projekt "Modellregion Weserland", deren Vertreter die Grünenvorsitzende über den Stand der Dinge informierten. Bei dem Wettbewerb "Regionen aktiv" des Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wurde das "Weserland", zu dem neben Bremen und dem Landkreis Verden auch die Stadt Delmenhorst sowie die Landkreise Wesermarsch und Osterholz-Scharmbek gehören, zu einer von insgesamt 18 Modellregionen in ganz Deutschland ernannt. Einer der Schwerpunkte dabei ist, besonders im Landkreis Verden, das Thema Pferd und in eben diesem Bereich hat der Buchenhof einiges zu bieten. Der kurz hinter der Bremer Landesgrenze in der Wesermarsch gelegene Hof betreibt selbst Pferdezucht und hat sich einen guten Ruf unter Pferdetouristen erworben. Es gibt hier drei Doppelzimmer, ein Mehrbettzimmer und eine Ferienwohnung, die für Reiterferien, aber auch als Station für Wanderritte zur Verfügung stehen. Ein Anlaufpunkt, den auch Marie-Luise Beck schätzen gelernt hat, die bei dem Treffen mit Claudia Roth ankündigte, sich für den neu einzurichtenden Posten der pferdepolitischen Sprecherin der Grünen bewerben zu wollen. Die neueste Idee von Buchenhof-Inhaberin Susann Heise ist es, einen Natur-Bauernhof-Kindergarten zu gründen, in dem die Kleinen den direkten Kontakt zum Pferd und zur Natur erleben können. Ansonsten verlief der Termin eher unspektakulär. Neben den beiden Modellregionsvertretern, Marie-Luise Beck und der Familie Heise waren lediglich die örtlichen Grünen sowie die Lokalpresse zugegen. Einer auf plattdeutsch vorgetragenen Begrüßung konterte Claudia Roth auf schwäbisch und ließ sich anschließend interessiert den Hof zeigen. Richtig in Fahrt kann sie erst, als ein Journalist den Grünen die Hochwasserkatastrophe als willkommenes Wahlkampfthema unterbreitete. Hiervon distanzierte sich Claudia Roth deutlich und kommentierte angesichts der vielen Opfer "Manchmal ist es besser, nicht recht gehabt zu haben", bevor sie ihre Wahlkampftour in Richtung Verden fortsetzte.