Eine Demonstration für den Frieden

Am 16. September wurde anläßlich der Terroranschläge in den USA in Verden für den Frieden demonstriert

Als am 16. September lud die Geschichtswerkstatt Verden spontan zu einem Protestmarsch gegen die gemeinen Terroranschläge von Islamextremisten am elften September in den vereinigten Staaten ein.

Gegen 18 Uhr trafen sich fast tausend Menschen an der Andreaskirche, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Vertreter der Kirchen, der Gläubigenverein der Moslems, die Friedensgruppe und Prominente aus Politik und Wirtschaft begleiteten diesen Aufmarsch. Bei so einem Anlass kann Margarete Harms natürlich nicht zu Hause bleiben.

Mit Kerzen in der Hand bildeten die Menschen einen Kreis auf der Wiese vor der Kirche, um mit Kerzenlichtern das Friedenszeichen darzustellen. Danach sangen alle Teilnehmer das Lied “We shall overcome”, bevor es dann Richtung Verdener Rathaus ging.

Laura Schulten von den “Jungen Grünen” brachte in ihrer Rede das Ziel dieser Demonstration schnell auf den Punkt. Das Wort von Mahatma Ghandi “Auge um Auge macht die Menschen blind” war das Motto der Rede und sie machte in ihrer kurzen, aber prägnanten Ansprache klar, dass dieses Wort gerade heute wieder große Gültigkeit besitzt und dass wir uns diese Blindheit in unserer Zeit nicht erlauben können.

Sprecher der Grünen hoben hervor, dass diese Demonstration Menschen mit verschiedenen Religionen in sich vereint. Keine religiöse Gemeinschaft erlaubt in ihren Schriften das Töten. Alle Rednerinnen waren sich einig, dass die Täter dieses Anschlages einer Bestrafung nicht entgehen dürfen, nur nicht auf dem Rücken von Unschuldigen. Die Angst, es könne wieder einen Krieg geben, war nicht zu überhören. Israel und Palästina wurden in den Ansprachen nicht ausgelassen. Auch hier wurde für eine baldige Einigung plädiert und einen friedvollen Umgang miteinander. Die Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer und dem amerikanischen Volk wurde immer wieder zum Ausdruck gebracht. Einige junge Menschen weinten. Die Schweigeminuten in Anbetracht des großen Leides in New York und Washington wurden durch den ankommenden Regenschauer nicht durchgeführt, doch jeder Teilnehmer konnte in der Kirche stille Minuten zum Gedenken an das schreckliche Ereignis einlegen.

Dass dieses schreckliche Ereignis alle Menschen berührt, egal welcher Herkunft und Religion, wurde durch die Vielzahl der Teilnehmer an dieser Veranstaltung deutlich. (rs)