Men Strip in der Verdener Stadthalle

Fotos von der Veranstaltung mit den International Dream Men am 11. April

Ungefähr 250 Frauen (und ein Mann) waren gekommen um den angekündigten „Men Strip vom Feinsten“ zu erleben, aber damit es irgend ein unbekleidetes männliches Körperteil zu sehen gäbe, erklärte die Moderatorin, müssten wir klatschen, stampfen, kreischen und möglichst lauthals kundtun, dass wir die Jungs sehen wollen. Dazu wurden kleine Kümmerlingfläschchen verteilt, mit denen dann zusätzlich zu all dem Gekreische die Tische malträtiert wurden, bis es soweit war: Zwei weißgekleidete Männer betraten mit riesigen US-Flaggen die Bühne, stellten sie ab und salutierten. An unserem Tisch dauerte es eine Weile, bis die Symbolik verstanden wurde. „Ist das der amerikanische Einmarsch im Irak?“ - Nein, es war die Mondlandung - und da war es definitiv zu kalt um sich auszuziehen. Eine der nächsten Szenen, eingeleitet mit „Spiel mir das Lied vom Tod“, war zwar genauso unerotisch, traf aber meinen Sinn für Humor: Ein wunderschön kostümierter Cowboy betritt die Bühne, Hand am Colt in typischer O-Bein Gangart und steht cool rum, ein zweiter tritt auf, dann zweimal „peng peng“ und schon haben sie sich abgeknallt, wiederum ohne sich ausgezogen zu haben. Begleitet von entsprechender Musik und verschiedensten Kostümen (Indianer, Bauarbeiter, Rocker, Satanisten) zogen sie sich dann aus, immer wieder und holten sich Frauen auf die Bühne, die helfen durften, etwas streicheln, Bodylotion einreiben, Sahne abschlecken u.ä., und es war fast schon süß mitanzusehen, wie sie sich, leicht wackelig, ihrer Socken und Schuhe entledigten. In der halbstündigen Pause bestand die Möglichkeit sich bei einem oder mehreren der Dream Men auf den Schoß zu setzen und fotografieren zu lassen, was weidlich genutzt wurde, ehe es erneut vier Songs brauchte und einen Haufen Anweisungen der Moderatorin, bis die Jungs unterschiedlichste Hüllen fallen ließen. Doch selbst unter dem stets zuletzt abgelegten String Tanga kam kein einziges „bestes Stück“ zum Vorschein, denn die meist recht jungen Damen waren so brav, die von hinten gehaltenen Hüte nicht loszulassen. (gg)