Kletterpark Verden

Von Baum zu Baum

Nach dem Aufstieg auf die erste Plattform richtet sich zunächst der Blick nach unten, dann betrachtet man das Kletterelement, das die beiden Bäume miteinander verbindet. Der erste Schritt auf das Hindernis ist der Schwierigste, zumindest kommt es einem so vor. Es wackelt, man schaut nach unten, guckt, wie weit es zur nächsten Plattform ist und versucht den nächsten Schritt zu machen. So erging es den Överblick-Redakteuren Uwe Ciesla, Laura Meyer und Max Kaestner beim Testklettern im Verdener Kletterpark.

Wenn man vor dem Schild des Kletterparks steht, dann sehen die Hindernisse, die zwischen den Bäumen gespannt sind, gar nicht so hoch aus. Man sieht gespannte Seile, die aussehen wie ein Spinnennetz, frei schwingende Balken und Schaukeln, die einen von einer Plattform zur nächsten bringen.

Nach dem Anlegen des Klettergurtes sowie einer Einweisung in die korrekte Sicherung während des Kletterns geht es in den Parcours. Man gelangt durch einen Kletterturm auf die erste Plattform.

Verschiedene Hindernisse bieten Abwechslung

Die Kletterelemente sind vielfältig aufgebaut und lassen keine Routine oder gar Langeweile aufkommen. Mal geht es über wackelnde Holzbohlen zur nächsten Plattform, mal schwingt man sich in einem Holzfass durch die Bäume. Auch die Höhe ist nicht immer die gleiche, schaut man beim ersten Parcours vier Meter in die Tiefe, so steigert sich der Abstand zum Boden bei den folgenden auf sechs, acht und zehn Meter. Ein Kinderparcours mit einer Höhe von 1,30 Meter ist ebenfalls vorhanden. Doch eines vereint alle Kletterparcours miteinander: Am Ende fährt man an einer Seilrutsche runter auf festen Boden.

Die Gesamtlänge alle Kletterelemente beträgt 700 Meter, in denen man bis zu 2,5 Stunden klettern kann.

Sicherheit beim Klettern wird einem durch das „Expoglider-Sicherungssystem“ gegeben. Dieses ermöglicht es, den Karabiner am Anfang des Parcours an einem Stahlseil zu befestigen. Erneutes Einklinken auf einer Plattform ist nicht nötig, man bleibt die gesamte Zeit gesichert. Außerdem geben die Ranger, die ständig vor Ort sind, hilfreiche Tipps, wenn man nicht weiter kommt.

Die Idee in Verden einen Kletterpark zu eröffnen, gibt es schon seit drei Jahren, konkrete Planungen für den Bau allerdings erst seit Mitte 2009, berichtet Parkleiter Timo Schwedowski. Die Kletterelemente seien von einer Firma aus Belgien konstruiert und in Verden errichtet worden. Es gab trotz gründlicher Planung jedoch auch Änderungen vor Ort, so sei der Holzturm am letzten Hindernis des 10-Meter-Parcours erst nachträglich geplant worden, erläutert Schwedowski.

Eine neue Attraktion für die gesamte Stadt

Betrieben wird der Kletterpark von einer Tochtergesellschaft der Jugendherberge. Ein großer Vorteil ist der Standort direkt auf dem Jugendherbergsgelände in Verden. „Der Kletterpark profitiert von der Jugendherberge und wir von ihr, das macht den Standort hier sehr reizvoll“, sagt Parkleiter Timo Schwedowski.

Aber auch ganz Verden hat durch den Kletterpark eine Attraktion gewonnen. Denn das Klettern bietet sehr viel, eines jedoch nicht: Langeweile. Infos: www.kletterpark-verden.de (mk)