Damit Busse und Bahnen bei Azubis nicht zu stark aufs Portemonnaie drücken:
Möglichst viele der rund 2.160 Auszubildenden im Landkreis Verden sollen das
Deutschland-Ticket für die Hälfte vom regulären Preis nutzen können – für
31,50 Euro pro Monat mit den „Öffis“ fahren. Dafür macht sich die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt mit einem Appell an die
Ausbildungsbetriebe stark.
Die NGG Lüneburg fordert deshalb jetzt die Arbeitgeber auf, ein Viertel der Kosten vom
Deutschland-Ticket zu übernehmen. „Ziehen die Ausbildungsbetriebe hier mit, dann
beteiligt sich das Land Niedersachsen ebenfalls mit 25 Prozent. Unterm Strich kostet
das D-Ticket für Azubis dann nur noch die Hälfte“, sagt Steffen Lübbert.
Der Geschäftsführer der NGG Lüneburg spricht von einem „echten Mobil-Deal“, welcher
von Seiten gewerkschaftlicher Jugend lange gefordert und nun vom Land
Niedersachsen endlich umgesetzt wurde. Denn wenn das Deutschland-Ticket ab
Januar von 58 auf 63 Euro pro Monat steige, dann sei das „für Azubis eine ordentliche
Stange Geld“. Weil das Land sich ab dem neuen Jahr am D-Ticket beteilige, habe
Niedersachsen jetzt eine echte „Mobilitätsbrücke für Azubis“ gebaut.
Auch wenn Ausbildungsbetriebe nicht bereit seien, ihre Azubis beim Deutschland-Ticket
zu unterstützen, werde das Land Niedersachsen immerhin noch 20 Prozent der Kosten
übernehmen – also 12,60 Euro pro Monat. Davon würden künftig übrigens auch junge
Menschen profitieren, die einen Freiwilligendienst machen.
Die NGG Lüneburg will allerdings erreichen, dass sich die Arbeitgeber „nicht
wegducken“: „Ausbildungsbetriebe im Kreis Verden sollten sich nicht lumpen lassen. Mit
nicht einmal 16 Euro im Monat haben sie die Chance, ihren Azubis die Fahrtkosten zum
Ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule zu halbieren. Außerdem sind dann auch noch
Busse und Bahnen in der Freizeit für die Auszubildenden drin: also das Rund-um-Paket
‚Öffis für die Hälfte‘“, so Steffen Lübbert.
Doch würden die Betriebe nicht nur ihren Azubis mit dem Zuschuss helfen, sondern
auch sich selbst: „Für Ausbildungsbetriebe besteht damit die Chance, sich durch einen
zusätzlichen Arbeitgeberzuschuss zu dem Ticket als attraktiver Ausbildungsbetrieb und
Arbeitgeber im Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte zu positionieren und ihren
zukünftigen Fachkräften die Mobilität zu erleichtern“, so Lübbert.

Mosterei Finkenburg
Der Countdown laufe bereits. Ausbildungsbetriebe müssten sich beeilen, um für den
Januar das „D-Ticket light“ für ihre Azubis auf die Schiene zu bringen. Alle Infos dazu
gibt es hier: azubiticket-niedersachsen.de. (pm)


