Zwei Schwestern, ein Hof in Duddenhausen bei Hoya – und ein Jahrhundert, das die beiden auf ganz unterschiedliche Weisen prägt. Autor Eberhard Hasper erzählt in seinem Buch „Dorothea und Lewine. Das (un-)gewöhnliche Leben zweier Frauen vom Hof“ die Geschichte seiner Mutter Lewine und ihrer Schwester Dorothea, deren Lebenswege stellvertretend für viele Frauen ihrer Generation stehen.
In den 1920er-Jahren auf einem Bauernhof geboren, wachsen Dorothea und Lewine in einer Zeit auf, in der Frauen kaum Rechte haben. Während Dorothea als Älteste auf dem Hof bleibt, geht Lewine früh eigene Wege. Beide erleben Krieg, Neubeginn und gesellschaftliche Umbrüche – und finden dennoch ihre ganz persönlichen Formen von Stärke.

Mosterei Finkenburg
1970 kehrt Lewine nach Hoya zurück und ist hier maßgeblich am Aufbau der Lebenshilfe und der Förderung von Kindern mit Behinderungen beteiligt.
Mit privaten Dokumenten, Briefen, Bildern und Zeitzeugen-Interviews porträtiert das Buch das Leben der beiden Frauen – von der Kindheit bis zu ihrem Sterbeprozess und ihrem Tod. Es ist im Bremer Kellner Verlag bereits in der 2. Auflage erschienen und wurde vom Autor bei verschiedenen Lesungen – etwa bei Landfrauen-Vereinen, der Gleichstellungsbeauftragten in Hoya und im Hospiz in Bremen vorgestellt.
Teile seiner Recherchen veröffentlichte der Autor zudem in einer Broschüre über die Entstehung der Lebenshilfe Hoya mit dem Titel „Lebenshilfe geben, leben und nehmen“.
Das Buch ist erhältlich für 20 € unter ISBN 978-3-95651-402-9. Es hat 430 Seiten und enthält zahlreiche Bilder. Jeweils 1 € des Verkaufspreises gibt der Verlag als Spende zugunsten der Lebenshilfe Hoya weiter, für die Lewine von 1971 bis 1981 als Leiterin der Tagesbildungsstätte Weserschule tätig war. (uc)


