Wo früher das Rodizio war, hat die Familie Tavan einen Ort geschaffen, der Verden kulinarisch und atmosphärisch bereichert: das türkisch-kurdische Restaurant Öz Viranşehir und die dazugehörige Kneipe Zur Alten Post – zwei Konzepte unter einem Dach, verbunden durch Herz und Passion.
Die Räume der Alten Post sind wieder voller Leben.
Wo früher das Rodizio Gäste empfing, glüht heute die Holzkohle.
Der Duft von gegrilltem Lamm, Hähnchen und frisch gebackenem Fladenbrot zieht durch den Raum.
Die Familie Tavan hat hier ihr neues Projekt eröffnet: das Restaurant Öz Viranşehir und die angeschlossene Kneipe Zur Alten Post – beides unter demselben Dach, clever voneinander getrennt, aber harmonisch verbunden.

Schon der Eingang zeigt, wie durchdacht das Konzept ist:
Man betritt das Gebäude, steht zunächst in einem offenen Foyer – und entscheidet sich dann.
Geradeaus führt der Weg in die Kneipe, deren separate, holzverkleidete Tür an alte Postgebäude erinnert.
Nach rechts geht es in das Restaurant: hell, freundlich und modern.
Der Gastraum erinnert in Teilen noch an das frühere Rodizio – aber das ist kein Nachteil.
Er war schon damals geschmackvoll und gemütlich, und die Tavans haben ihn mit neuen Akzenten und Lichtkonzepten weiterentwickelt, ohne den Charakter zu verlieren.
So entsteht ein vertrautes, aber frisches Ambiente.
Im Öz Viranşehir wird auf Holzkohle gegrillt, mit eigenen Marinaden und Gewürzmischungen, inspiriert von der kurdischen Heimat der Familie.
Die Portionen sind großzügig, die Fleischqualität außergewöhnlich.
Lamm und Hähnchen sind zart, das Kalbs- und Lammdönerfleisch besteht aus echtem Fleisch, nicht aus Hack.
Der Unterschied ist deutlich – im Geschmack und im Biss.
Dazu kommen frische Salate und hausgemachte Dips, darunter eine Joghurt-Creme mit feiner Pfefferminznote, wie man sie aus der Küche Südostanatolien kennt – leicht, aromatisch, erfrischend.
Gegrilltes Gemüse und würzige Beilagen sorgen dafür, dass auch Vegetarier auf ihre Kosten kommen.
Und wer danach noch Platz hat, sollte beim hausgemachten Baklava-Dessert oder den feinen Süßspeisen aus der kleinen Konditorei im Haus nicht Nein sagen.
„Wir wollten etwas schaffen, das es in Verden so noch nicht gibt“,
sagt Polat Tavan, der das Projekt gemeinsam mit seinem Vater Hüseyin Tavan führt.
„Essen mit Qualität, aber ohne steife Atmosphäre – ein Ort, an dem man sich wohlfühlt.“

Nur wenige Schritte weiter beginnt die Kneipe Zur Alten Post – modern, gemütlich, gesellig.
Billard, Dart, kleine Arcade-Automaten, demnächst eine Fotobox, und auf jedem Tisch ein Spiel, das man direkt ausprobieren kann.
Zubehör gibt’s an der Theke.
Dazu eine Whisky-Karte mit rund 25 Sorten, Haake Beck und Spaten vom Fass, Franziskaner vom Hahn – und eine Raucherlounge mit eigenem Abzugssystem, die tatsächlich funktioniert: kein Qualm, kein Geruch, kein Kompromiss beim Komfort.
„Hier soll sich jeder willkommen fühlen“, sagt Polat Tavan.
„Egal ob zum Essen, Spielen oder einfach, um Menschen zu treffen.“
Diese Haltung spürt man sofort.
Gastfreundschaft ist hier kein Wort, sondern gelebte Überzeugung.
Man merkt, dass hier eine Familie arbeitet, die Verden etwas zurückgeben will – ohne großen Auftritt, aber mit viel Herz.
Nach schwierigen Jahren, Rückschlägen und viel Geduld hat die Familie Tavan mit der Alten Post nicht nur ein neues Lokal eröffnet, sondern ein Stück Verden zurückgewonnen.
Ein Ort, an dem türkische Küche, kurdische Wurzeln und norddeutsche Gelassenheit selbstverständlich zusammenfinden.
„Wir wollten Verden etwas geben, das bleibt – etwas, das man mit einem guten Gefühl verlässt.“
📍 Infos
Öz Viranşehir / Zur Alten Post
Bahnhofstraße 16, 27283 Verden
🔥 Holzkohlegrill · eigene Marinaden · hausgemachte Desserts
🍺 Kneipe mit Billard · Dart · Arcade · Whiskykarte · Raucherlounge
🌐 zuraltenpost-verden.de 📞 04231 8709222
Text & Fotos: Jeanette Atherton
