Vertraute Gäste des Deutschen Pferdemuseums kennen den Ausziehschrank in der
Abteilung Zucht und Sport im ersten Obergeschoss der Dauerausstellung. In den einzelnen
Fächern werden zahlreiche deutsche Pferdezuchtverbände präsentiert. Entstanden war der
Schrank während der Umgestaltung dieses Ausstellungsbereiches im Jahr 2013.
Bei einem Museumsbesuch mit seinen Enkelkindern entdeckte auch der langjährige
Ponyzüchter Werner Bredehöft aus Verden den Schrank und das Ausziehfach seines
Zuchtverbandes. Er ist Mitglied im Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V..
Da dem Museum bis dahin keine Objekte zu den Verbandsaktivitäten zur Verfügung standen,
regte Bredehöft, nach Rücksprache mit dem Verbandsvorstand, eine Überarbeitung der
Vitrine an. Das Team des Deutschen Pferdemuseums griff diese Idee gern auf. „Wir freuten
uns sehr über das Engagement des Verbandes und sind dankbar für die Ideen und
Objektrecherchen, die Herr Bredehöft und die Verantwortlichen des Vereins an uns
herangetragen haben“, berichtet Christine Rüppell, wissenschaftliche Leiterin des Deutschen
Pferdemuseums.
Der Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V. sprach im Rahmen des
Projekts mehrere seiner erfolgreichen Züchterinnen und Züchter an, mit der Bitte mögliche
Objekte für das Museum zur Verfügung zu stellen. Aus den Rückmeldungen wählten der
Verbandsvorsitzende Joachim Voelksen und die Bezirksvorsitzenden die besten Stücke aus.
Anhand der Objektvorschläge entwickelte das Museumsteam in Abstimmung mit dem
Verband ein neues Konzept für das Vitrinenfach und richtete es neu ein. Anhand von
aussagefähigen Objekten können Interessierte nun Wissenswertes über die Erfolge der
Pony-Stuten „Fee“ (Welsh-B-Pony) und „Bella“ (American Classic Shetlandpony) erfahren.
„Diese beiden herausragenden Zuchtstuten stehen beispielhaft für die erfolgreiche Arbeit
des Verbandes. Sie wurden bundesweit und sogar international prämiert und ausgezeichnet.
Sie haben die Ponyzucht nachhaltig geprägt.“, erklärt Werner Bredehöft.
Wer neugierig ist und mehr über den Verband erfahren möchte, kann ab sofort auch über
einen QR-Code in der Vitrine direkt auf dessen Internetpräsenz zugreifen. „Das Platzangebot
in dem Vitrinenschrank ist leider sehr begrenzt und lässt nur einen kleinen Einblick in die
wichtige und erfolgreiche Verbandsarbeit zu. Umso wichtiger ist die Vernetzung über den
QR-Code zur Verbandshomepage. Hier können sich Interessierte dann nochmal ausführlicher
über die Aktivitäten des Zuchtverbandes informieren und auf aktuelle Infos aus den
Zuchtgebieten zugreifen“, so Rüppell.
Das Deutsche Pferdemuseum ist von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der
Museumseintritt beträgt 5 € pro Erwachsenen und 2 € pro Kind (5-17 Jahre). Mitglieder des
Trägervereins Deutsches Pferdemuseum e.V. zahlen für den regulären Museumsbesuch
ganzjährig keinen Eintritt. (pm)

Mosterei Finkenburg


