Die Geschichte der Kommunalen Kinos – und was Verden & Achim daraus machen
Während Multiplex-Kinos Blockbuster nach Spielplan durchschleusen, gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten eine Alternative: das Kommunale Kino. Entstanden in den 1970er und 80er Jahren, wurden sie von filmbegeisterten Gruppen, Kulturvereinen und Städten gegründet – mit dem Ziel, Film als Kunstform und Diskussionsgrundlage zu fördern.
Statt Popcornkino mit Superhelden ging es um gesellschaftliche Themen, künstlerische Qualität und internationale Perspektiven. Viele Kommunalkinos entstanden aus Jugendzentren oder linken Kulturinitiativen heraus – mit alten Projektoren, gebrauchten Kinositzen und sehr viel Idealismus. Über die Jahre entwickelten sich viele dieser Initiativen zu festen Bestandteilen der deutschen Kinolandschaft.
Heute noch relevant – auch bei uns
Dass diese Idee bis heute lebt, zeigt sich auch in unserer Region: In Verden und Achim betreiben engagierte Vereine weiterhin Kommunale Kinos – mit viel Herzblut, freiwilliger Arbeit und einem Programm, das sich sehen lassen kann.
- In Verden organisiert der Kommunalkino Verden e.V. regelmäßig Vorführungen im Cine City – oft mit Filmgesprächen oder Sonderveranstaltungen.
- In Achim zeigt das Koki-Programm im KASCH besondere Filme, die man anderswo kaum zu sehen bekommt.
Ob bewegende Biopics, internationale Arthouse-Produktionen oder kluge Dramen über gesellschaftliche Entwicklungen – das Kommunale Kino zeigt: Relevanz und Qualität haben nichts mit Budget oder Effekten zu tun.
Kommunales Kinoprogramm Mai & Juni 2025
Koki Achim (KASCH)
08. & 09.05. – We Live in Time
Eine bittersüße Liebesgeschichte mit Andrew Garfield und Florence Pugh, erzählt in Rückblenden – über Liebe, Zeit und den Umgang mit Krankheit.
15. & 16.05. – Ein anderer Sommer
Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beginnt eine junge Journalistin neu – ein einfühlsamer, leichter Film über mentale Gesundheit und Selbstfindung.
22. & 23.05. – Maria
Biopic über Opernlegende Maria Callas – eine ruhige, reflektierende Erzählung über Kunst, Einsamkeit und das Ende einer Stimme.
29. & 30.05. – Hundschuldig
Die junge Tierschutzanwältin Avril kämpft darum, einen Hund vor der Todesstrafe zu retten – ein bewegendes Plädoyer für Mitgefühl, Gerechtigkeit und den Wert des Lebens.
12.06. – Thunderbolts
Marvels Antihelden schlagen zurück: Bucky Barnes, Yelena Belova und Co. auf einer Mission zwischen Action, Schuld und Selbstzweifel.
13.06. – Liebe, die bleibt
Ein Familien-Drama über Verlust, Nähe und neue Perspektiven – feinfühlig erzählt, intensiv gespielt.
22.06. – Pfau – Bin ich echt?
Ein tragikomischer Blick auf moderne Selbstinszenierung: Ein „Mietfreund“ verliert sich zwischen Aufträgen und Identitätsfragen.
29.06. – Bord
Biografisches Historiendrama über die Tänzerin Ida Rubinstein – sinnlich, opulent und feministisch aufgeladen.
Koki Verden (Cine City)
14.05. – Kneecap
Drei junge Rapper aus Belfast mischen die Musikszene auf – in ihrer Muttersprache und mit viel Haltung. Ein ungewöhnliches, lautes Biopic über Identität und Rebellion.
21.05. – Dienstags bei Ella
Eine junge Frau kämpft sich durch den Pflegenotstand – und entdeckt dabei ihre eigene Stärke. Ein leiser Film mit großer Wucht.
28.05. – Für immer hier
Einfühlsames Drama über familiäre Verstrickungen, Widerstand und das Leben in bewegten Zeiten.
(Stand: Mai/Juni 2025 – Änderungen vorbehalten)
Weitere Infos & Termine unter:
(Stand: Mai/Juni 2025 – Änderungen vorbehalten)




