Marlise Steinert: Eine Gulag-Überlebende in Verden. Gespräch mit der Tochter Lore Siebert und der Historikerin Olga Danilenko
Die Baltendeutsche Marlise Steinert kam mit ihrer Familie nach der Flucht aus Posen 1945 nach Potsdam. Sie arbeitete über zwei Jahre als Dolmetscherin für den Chef der sowjetischen Spionageabwehr, ehe sie im August 1947 von ihrem eigenen Arbeitgeber festgenommen und von Potsdam über Moskau in den sowjetischen Gulag verbracht wurde. Ihr Weg führte vom Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes in der Potsdamer Leistikowstraße über Moskau in sowjetische Straflager. Verurteilt zu 15 Jahren Straflagern kam sie nach sechs Jahren frei und ging zu ihrer Familie nach Verden, wo sie 1982 verstarb. Persönliche Dinge aus dem Gulag und ihr Erinnerungsbericht, die von ihrem Überleben im Gulag erzählten, wurden lange im Historischen Museum in Verden, dem Domherrenhaus, bewahrt. Sie wurden Grundlage der in der heutigen Gedenkstätte Potsdam-Leistikowstraße erarbeiteten Sonderausstellung zu Marlise Steinert.
An dem Abend wird nach einer Einführung durch die Historikerin und Mitarbeiterin der Gedenkstätte Leistikowstraße Olga Danilenko die Tochter von Marlise Steinert, Lore Siebert, von ihren Erinnerungen an ihre Mutter berichten.
Eintritt: 5 Euro
Weitere Informationen zur Sonderausstellung mit Online-Rundgang unter: Aktuelles | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
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