Summende Bienen, Wildbienen, Honigbienen und andere Insektenarten gehören
einfach zum Sommer. Sie spielen eine unverzichtbare Rolle als Bestäuber von Wild-
und Kulturpflanzen in unserem Ökosystem. Auch Käfer, Fliegen und Schmetterlinge
tragen zur Bestäubung bei.
Leider werden spezifische Lebensräume und Landschaftsstrukturen für alle Arten
von Insekten weniger und die Anzahl und Artenvielfalt der Insekten schrumpft

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erheblich.
Wild- und Honigbienen bestäuben einen großen Teil unserer Nutz- und Wildpflanzen.
Die Bestäubung ist nicht das eigentliche Ziel der Tierchen, sie fliegen Blüten an, um
Nektar und Pollen zu ernten. Dabei bleiben Pollenkörner in ihren behaarten Körpern
hängen, die bei der nächsten angeflogenen Pflanze wieder abgestriffen werden und
für Befruchtung sorgen. Jeder kennt das Bild von emsigen, pummeligen, haarigen
Nester variieren, es gibt Mauerbienen, Erdhummeln und Bienen, die in Stängeln
Hummeln, bepudert mit Pollen.
Die Lebensweisen der Wildbienen und Honigbienen unterscheiden sich allerdings.
Honigbienen (Apis mellifera) sind sozial lebende Insekten und zählen zu den
wichtigsten Bestäubern unserer Ökosysteme. Sie leben als Staaten in natürlichen
oder künstlichen Höhlen, wie Baumhöhlen oder gebaute Beuten. Ein Bienenvolk lebt
als solches im Winter in seiner Höhle von gesammelten Vorräten, dem Honig. Die
einzelne Biene stirbt, aber das Volk erhält sich über die Zeit. Ein Bienenvolk umfasst
bis zu 50.000 Individuen, zwischen denen es eine klare Aufgabenteilung gibt: Die
Bienenkönigin, eine je Volk, legt die Eier aus denen neue Bienen schlüpfen. Die
Arbeiterinnen, mehrere Tausend je Volk, sammeln Nahrung, pflegen die Brut und
bauen mit ausgeschwitztem Wachs Waben. Während der warmen Jahreszeiten gibt
es auch männliche Bienen in einem Bienenvolk, die Drohnen, sie sorgen für die
Begattung der Jungköniginnen der umliegenden Honigbienenvölker.
Die meisten Wildbienen, wie die rote Mauerbiene, die blauschwarze Holzbiene und
die Blattschneiderbiene, sind Einzelgänger (Solitärbienen). Die Weibchen bauen
jeden Frühling ein eignes Nest und ziehen ihre Brut allein groß. Die Standorte der
brüten. Wildbienen sterben im Herbst, wenn es kalt wird. Es überleben die Larven
oder Puppen, die von der Vorgängergeneration zur Überwinterung abgelegt werden.
So brauchen Wildbienen keine Wintervorräte und produzieren keinen Honig.
Leider werden spezifische Lebensräume und Landschaftsstrukturen für alle Arten
von Insekten weniger und ihre Anzahl und Artenvielfalt schrumpft erheblich. Das gilt
besonders für die Wildbienen, die Honigbienen werden vom Imker insofern versorgt,
Varroamilbe. Mit dieser Milbe wird ein Bienenvolk bis heute allein nicht fertig und

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dass er ihren Standort und somit auch das umliegende Nahrungsangebot bestimmen
kann, indem er die Wohnhöhle, die Beute, an einen günstigen Platz stellt.
Auch sind Honigbienen Generalisten, sie sammeln auf vielen Pflanzenarten.
Unter den Wildbienen gibt viele Spezialisten, sie gehen auf bestimmte Korbblütler
oder z.B. auf Glockenblumen. Einige Wildbienenarten sind von bestimmten Pflanzen
abhängig und dadurch stärker gefährdet als Honigbienen. Versiegelung von Boden,
Verlust von Lebensraum, Klimawandel, Mangel an Nahrungspflanzen und Pestizide
setzen den Insekten zu. Die Honigbienen profitieren hier von menschlicher Pflege,
sie werden vermehrt, gezüchtet, mit Zuckersirup gefüttert, wenn nötig.
Seit den 1970er Jahren leiden in Europa die Honigbienen unter einem Parasiten, der
kann nur durch imkerliche Maßnahmen erhalten werden. Wild lebenden Honigbienen
sind praktisch verschwunden. Die von Imker:innen gehaltenen Honigbienen Völker
sind die Bestäuber eines großen Teils unserer Nutz- und Wildpflanzen, sie helfen der
Landwirtschaft und unterstützen die Artenvielfalt.
Ein Imker:in beschäftigt sich mit der Haltung und Pflege von Honigbienen. Zu den
wichtigsten Aufgaben gehören:
Beobachtung des Gesundheitszustands
Sicherstellung guter Lebensbedingungen
Schutz vor Krankheiten und Parasiten
Pflege der Bienenkästen, den Beuten
Spaß macht die Honigernte und der selbstgeimkerte Honig. Im Austausch
bekommen die Bienen leicht verdauliche Zuckerlösungen, mit dem sie sehr gut
überwintern können.
Auch ohne selbst zu imkern, kann man die Biodiversität und die lokale
Bienenpopulation unterstützen, indem man insektenfreundliche Blumen pflanzt,
Nisthilfen für Wildbienen aufstellt und keine Pestizide im Garten verwendet. Und man
kann regionalen Honig kaufen, dass unterstützt die Imker der Umgebung in ihren
Bemühungen.
Imkern ist ein schönes und spannendes Hobby. Es verbindet Naturerlebnisse mit
Handwerk und Wissen über Biologie. Den eigenen Honig genießen, und wissen
woher er kommt und wie er produziert wurde. Das gleiche gilt für Wachs, Propolis,
Pollen und Met – alles aus eigener Herstellung.
Bevor Sie sich für eigene Bienen entscheiden, ist es wichtig sich zu informieren und
auszuprobieren, ob die Imkerei das Richtige ist. Der Imkerverein Achim e.V. bietet
allen Interessierten Informationen, Austausch und Unterstützung rund um die
Honigbiene.
Am 07.02.2026 startet unser nächster Imkerkurs für Anfänger, an 7 aufeinander
folgenden Samstagen beginnend am 07.02.2026 jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr
wird der theoretische Teil des Kurses durchgeführt. Letzter theoretischer Samstag ist
der 21.03.2026.Der theoretische Teil umfasst die Biologie der Biene, die
Bienenwohnung und Bienenweide, genauso wie Bienenkrankheiten und die Führung
und Betreuung eines Bienenvolkes. Das Imkerwerkzeug wird vorgestellt und
selbstverständlich ist der Honig ein wichtiges Thema: wie ist Honig
zusammengesetzt, wie wird Honig behandelt, wie schleudert man Honig, wie lagern
und verarbeiten wir den Honig und weiteres.
Schulungsort ist das Bürgerhaus in Achim Bierden, Auf dem Brink 3.
Die Kursgebühr beträgt 140,00€, die erfolgreiche Teilnahme führt zu einem Zertifikat.
Nach Ostern und nach dem theoretischen Teil der Schulung folgen praktische
Einsätze an Bienenvölkern, die während der theoretischen Schulung verabredet
werden. Und auch danach wird niemand allein gelassen, der Achimer Imkerverein
unterstützt Euch über das ganze Jahr. Eine einjährige Vereinsmitgliedschaft ist in der
Kursgebühr enthalten.
Anmeldung per mail an imkerkurs-achim@imkerverein-achim.de
Mehr Information auf der Website vom Imkerverein Achim e.V.:
https://www.imkerverein-achim.de.
Unsere Vereinsabende sind öffentlich, alle Bieneninteressierten sind herzlich
eingeladen teilzunehmen. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen wir uns um 19:30
Uhr in Gieschen’s Hotel in Achim.
Bitte besuchen Sie auch unsere Internet Seite www.imkerverein-achim.de (pt)



